Yoga im Garten

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Seit ihrer Kindheit durch die Nähe zu den Allgäuer Bergen mit dem Sport unzertrennlich verbunden, war es für Claudia de Greiff ein lang gehegter Wunsch, dies auch beruflich umzusetzen. Diesen Traum hat sie sich schließlich mit einem eigenen Trainingsraum für Yoga, Pilates und Workouts in München vor einigen Jahren erfolgreich erfüllt. In einem persönlichen Interview baten wir Claudia, uns von der positiven Wirkung von Yoga in Zeiten wie diesen im eigenen Garten zu erzählen. Denn „Ein Yogi nimmt die schweren Zeiten an und macht das Beste daraus. Er weiß, dass immer eine Veränderung stattfindet, auch wenn sie äußerlich noch nicht sichtbar ist.“

Liebe Claudia, was können wir von der Natur in Bezug auf die Yoga-Lehren lernen?

Claudia de Greiff: In der Natur, wie auch im Yoga, ist es wichtig, sich gut zu verwurzeln und sich zu erden. Denn nur mit einer guten Wurzel ergibt sich ein kräftiger, starker, gesunder Wuchs, bei dem sich eine schöne Blüte oder Frucht ergibt. Dieses „Erden“ ist die Basis für jede Übung. Auch ist es wichtig zu erkennen, dass manche Dinge eben einfach Zeit brauchen oder nur zu einer bestimmten Zeit passieren. Wie man es in der Natur und besonders im eigenen Garten täglich erleben kann. Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht 😉

Der Rhythmus der Natur und der Rhythmus, wie wir unseren Tag gestalten, sind sich manchmal ähnlicher als wir denken. Der Lauf sowie der Stand der Sonne bestimmen die Jahreszeiten sowie den Tag-Nachtrhythmus. Der Sonnengruß respektive auch der Mondgruß sind im Yoga die Basis vieler Abfolgen und haben die Sonne oder den Mond bereits im Namen. Ein weiteres bekanntes Symbol aus dem Yoga ist die Lotusblüte. Eine Seerose, welche als Symbol für Wiedergeburt steht. Sie wächst aus den Tiefen eines schlammigen Untergrundes und öffnet ihre reine Blüte an der Oberfläche. Auch dies lässt sich mit einer größeren Schale oder einem Teich in die Nähe des Ruheplatzes verwirklichen.

Warum eignet sich gerade die Natur als Kraftplatz für die Ausübung von Yoga?

Claudia de Greiff: Bewegung an der frischen Luft macht wach, aktiv und gesund. Deshalb raus in die Natur! Man nimmt wesentlich mehr Sauerstoff auf und dank der tiefen, bewussten Yogaatmung bekommt der Körper eine Extraportion an Energie. Die verbrauchte, mit Kohlendioxid angereicherte Luft wird hingegen ausgeatmet. Auf diese Art und Weise wird der Körper entgiftet. Die Geräusche und Düfte wie etwa das Vogelzwitschern, das Rascheln der Blätter im Wind oder der Duft der Blüten und Kräuter entspannen den gesamten Körper und Geist, bringen ihn in Einklang mit der Natur und mit sich selbst. Man atmet automatisch tiefer und kann somit wunderbar den Alltagsstress ablegen. Die Natur ist in vielen Dingen ein gutes Vorbild. Ein wahrer Meister, von dem man immer wieder neu lernen kann.

Welche wären deiner Erfahrung nach ideale Plätzchen für Yoga im Garten? Was sollte im Vorfeld berücksichtigt werden?

Claudia de Greiff: Ich liebe meinen Garten und ich liebe Yoga. Es kommt zusammen, was zusammengehört. Denn schon immer wollte ich mir in meinem Garten einen Lieblingsplatz für meine Übungen einrichten. Yoga hat viel mit der Natur gemein. Es kann sanft sein, es kann wild sein. Es hat einen natürlichen Rhythmus, man kann es spüren, man fühlt sich verbunden und es tut auf angenehme Weise gut.

Ein schönes Yogaplätzchen kann man sich überall einfach einrichten. Es empfiehlt sich ein geschützter Ort mit der Fläche von ca. 2 Yogamatten Länge sowie 3 Yogamatten Breite pro Person. Wenn Sie alleine praktizieren wollen, also ca. 360cm x 180cm. Oder gerne auch ein bisschen größer, um Platz für ein bisschen „Deko“ zu haben. Wenn man auch mal zu zweit Yoga praktizieren möchte, sollte der Platz mindestens 360cm x 360cm haben. Ein ebenes Stück Rasen – oder noch besser – eine schöne Holzterrasse respektive ein schattiger Platz direkt am Pool reichen.

Gibt es auch spezielle Pflanzen, welche sich nachweislich positiv auf Yogaübungen im Garten auswirken?

Claudia de Greiff: Düfte haben eine absolut beruhigende Wirkung. Können aber auch anregend und inspirierend sein respektive umschmeicheln unsere Seele. Pflanzen und Kräuter wie Lavendel, Thymian, Minze und Basilikum duften einfach herrlich, sind schnell angelegt – hierfür eignet sich auch ein kleines Hochbeet – und sind daher ideal in der Nähe des Yoga-Platzes.

Auch ein Schmetterlingsflieder oder ein schöner Rosenbusch reichern den Yogabereich mit ihrem Duft an. Die angelockten Schmetterlinge tun ihr übriges, um Ihr Plätzchen zu Ihrem Lieblingsplätzchen werden zu lassen. Auch das Plätschern von Wasser aus einem kleinen Bächlein oder Brunnen in der Nähe unserer Wohlfühloase sorgen zusammen mit den Geräuschen der Natur für eine schöne harmonische Stimmung. Es macht unseren Yogaplatz nicht nur angenehm, es fühlt sich alles noch mehr nach Harmonie und Frische an. Der perfekte Platz zum Auftanken mit all’ unseren Sinnen!

Welche Bedeutung kommt Yoga in Zeiten wie diesen zu?

Claudia de Greiff: Durch die Outdoor-Yogapraxis wird die Konzentration erhöht und der Stresslevel nachweislich gesenkt. Man ist somit startklar und gerüsteter für den (Corona-)Alltag. Das Grün im Garten aktiviert zudem die Selbstheilungskräfte, der Körper atmet förmlich die Natur ein. Durch die ganze Reizüberflutung im täglichen Leben, besonders zu Corona-Zeiten (Home Office, E-Learning, Videokonferenzen), ist unser Stresspegel relativ hoch. Das macht müde und krank. Nach der Yogapraxis im Garten steigt unsere Konzentration, der Körper kann regenerieren und ist bereit für die nächste Herausforderung. Die Standfestigkeit und die Ausgeglichenheit sind wichtige Eigenschaften, deren Kraft man sofort spürt und welche gut in den Alltag eingebaut werden können.

Gibt es spezielle Asanas, welche sich besonders für Yoga im Garten eignen?

Claudia de Greiff: Am besten praktiziert man Yoga in der Natur morgens oder abends. Am frühen Morgen – zum Start in den Tag – mit einer etwas anspruchsvolleren Yogapraxis, abends mit einer etwas ruhigeren Asana-Abfolge. Idealerweise begleitet von einer Meditation zum Ausgleich des Tages.

Folgende Asanas würde ich persönlich empfehlen:

Morgens: Sonnengruß als Herzöffner (Stimulation des Körpers), Krieger Eins, Zwei und Drei (Balancehaltungen, Mobilisation zur Verbesserung der Beweglichkeit). Die Muskeln werden gedehnt und gestärkt.

Abends: Langsamere Abfolge einzelner Asanas zum Beruhigen des Geistes. Atemmeditation.

Abschließend kann ich nur empfehlen: Gehen Sie raus in die Natur und
lassen Sie sich nicht von Ihrer Couch verschlucken! Es gibt so viel Schönes zu entdecken.

Falls jemand mal in München ist und Lust hätte sich vorab zum kompletten VIVA Body and Mind Trainingsprogramm zu informieren, finden Sie hier den Link zur Website von Claudia de Greiff.

Wir danken für das Interview!

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